Alzheimer
Informationen für Betroffene und Angehörige
Symptome und diagnostische Verfahren bei Alzheimer
Häufig ist das erste Symptom der Alzheimer-Krankheit ein Verlust des Kurzzeitgedächtnisses. An lange zurückliegende Ereignisse erinnern sich die meisten Alzheimer-Patienten jedoch als wären sie gestern gewesen. Darüber hinaus kommt es nach und nach zu einer Verminderung der Konzentrationsfähigkeit, zu Sprachstörungen (z. B. bei der Wortfindung) u. v. m. Im fortgeschrittenen Verlauf der Erkrankung haben die Betroffenen auch Schwierigkeiten bei der Verrichtung alltäglicher Tätigkeiten wie Anziehen, Einkaufen gehen etc.
Die Diagnose einer Alzheimer-Erkrankung beginnt in der Regel mit der Schilderung der Beschwerden in einem Anamnesegespräch. Da sich die Symptome der Alzheimer-Krankheit allmählich in einem schleichenden Prozess entwickeln, nehmen die Betroffenen selbst diese Veränderungen nicht oder anders wahr. Aus diesem Grund kann eine Bezugsperson des Patienten, z. B. der Partner oder ein langjähriger Freund, bei der Diagnosestellung wertvolle Hilfe leisten.
Um eine Alzheimer-Erkrankung zu diagnostizieren bzw. andere Erkrankung mit ähnlicher Symptomatik auszuschließen, können verschiedene Verfahren herangezogen werden. In der Regel sind das labortechnische Untersuchungen des Blutes und des Nervenwassers (Liquor), ein Elektrokardiogramm zur Kontrolle des Herz-Kreislaufsystems sowie Untersuchungen des Hirns durch bildgebende Verfahren. Während bei einer Alzheimer-Erkrankung die Blutuntersuchung normale Werte aufweist, zeigt eine Untersuchung des Hirns durch bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) charakteristische Auffälligkeiten. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kann die Schrumpfung der Hirnmasse durch das Absterben der Neuronen sichtbar gemacht werden.
Ergänzend zu diesen Untersuchungen können Tests durchgeführt werden, mit denen der Arzt ermitteln kann, ob der Patient in seinen kognitiven Fähigkeiten eingeschränkt ist. Dazu zählt u. a. der Mini-Mental-Status-Test (MMST). Bei diesem Test werden Fragen zur Orientierung, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, Erinnerungsfähigkeit und Sprache gestellt. Ein weiterer Test ist der sog. Uhrentest, bei dem der Patient eine Uhr zeichnen soll, die eine bestimmte Uhrzeit anzeigt. Bei diesem Test haben Patienten mit z. B. visuell-räumlichen Orientierungsproblemen Schwierigkeiten, die Ziffern an der richtigen Stelle einzuzeichnen.
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