Alzheimer
Informationen für Betroffene und Angehörige
Alzheimer: Ursachen und Entstehung
Alzheimer-Patienten leiden v. a. an Gedächtnisstörungen sowie an Beeinträchtigungen des Denk- und Urteilsvermögens. Im späten Stadium der Erkrankung verändert sich auch die Persönlichkeit des Betroffenen. Viele Patienten erkennen sich selbst und andere nicht mehr. Es kommt zu Angstzuständen, Verwirrtheit und Wahnvorstellungen. In der Regel beginnen die Prozesse, die diese Symptome auslösen, meist schon lange bevor sich erste Anzeichen der Erkrankung zeigen.
Bei der Alzheimer-Krankheit entstehen im Gehirn zwei unterschiedliche Arten von Ablagerungen. Zum einen bilden sich sog. Plaques, die aus Protein (Amyloid) bestehen. Diese Eiweißablagerungen behindern den Signalfluss zwischen den Nervenzellen, indem sie sich zwischen ihnen ablagern. Eine weitere Veränderung findet direkt in den Nervenzellen statt. In den Neuronen bilden sich sog. Alzheimer-Fibrillen, die aus Tau-Protein bestehen, das normalerweise die Zellstruktur stabilisiert. Bei der Alzheimer-Krankheit haben sich aus diesen Fibrillen Knäuel gebildet.
Diese Veränderungen haben ein Absterben der Nervenzellen und somit eine Verkleinerung der Hirnmasse zur Folge. Durch das Absterben der Nervenzellen in einem Hirnareal, in dem der Neurotransmitter Acetylcholin produziert wird, kommt es zudem zu einem Mangel an einem Botenstoff, der in der Reizübermittlung eine wesentliche Rolle spielt.
Welche Einflüsse zur Entstehung von Alzheimer führen, ist bisher noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass es genetische Faktoren gibt, die zur Entstehung der Alzheimer-Krankheit beitragen können. Risikofaktoren, die das Entstehen der Krankheit begünstigen, sind außerdem ein hohes Lebensalter, ein vorangegangenes Schädel-Hirn-Trauma sowie einige Erkrankungen (z. B. das Down-Syndrom).
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